Nona Simakis
00:00:01: Hallo und herzlich willkommen!
00:00:02: Hier ist eurer Nonna, eure Teilzeitheilige.
00:00:06: Und heute möchte ich mit euch über etwas sprechen, weil das sich in letzter Zeit immer wieder nachdenken muss.
00:00:13: Weil ich glaube dass sehr viele Menschen dieses Gefühl kennen und oft gar nicht richtig einordnen können.
00:00:20: Kennst du diese Momente in denen du morgens aufwachst?
00:00:24: Und eigentlich schon erschöpft bist und bevor der Tag überhaupt begonnen hat.
00:00:28: Du liegst da und merkst dass da nicht einfach nur Müdigkeit ist, sondern etwas viel tieferes.
00:00:35: So ein Gefühl von ja innerer Überlastung und natürlich beginnt man dann irgendwann nachzudenken.
00:00:43: Man fragt sich ob das vielleicht schon in Richtung Burnout geht oder ob mit dem Körper irgendetwas nicht stimmt.
00:00:51: Ja dann geht man zum Arzt ihr kennt es ja man lässt alles untersuchen Blutwert der Vitamine Schildrüse all diese Dinge eben, die man überprüfen lässt und am Ende hört man diesen Satz den wahrscheinlich viele von euch schon einmal gehört haben.
00:01:06: Es ist alles in Ordnung!
00:01:09: Und genau dieser Satz macht es manchmal fast noch verwirrender.
00:01:15: Denn wenn alles in ordnung ist, warum fühlt es sich dann so anders an?
00:01:21: Warum fühlt sich der eigene Kopf an manchen Tagen an, als würde er niemals wirklich zu hohe kommen?
00:01:29: Mir geht das in letzter Zeit tatsächlich öfter so.
00:01:33: Und ich bin eher zufällig oder vielleicht gibt es solche Zufälle ja gar nicht über dieser Wannenhypothese gestolpert und je mehr Ich darüber nachgedacht habe desto mehr hatte ich das Gefühl dass darin in dieser Hypothese zumindest ein spannender Gedanke steckt.
00:01:52: Diese Theorie geht vereinfacht gesagt davon aus, dass unser menschliches Nervensystem eigentlich für eine vollkommene andere Welt gemacht wurde als die, in der wir heute leben – nicht sondern eher für Weite, für Übersicht.
00:02:20: Für Situationen die klarer waren und in denen man schneller erkennen konnte was gerade wirklich wichtig ist.
00:02:28: Und genau da wurde es für mich interessant Denn wenn dann dieser Theorie folgt Dann trägt unser Körper dieses alte Bild von Welt vielleicht immer noch in sich.
00:02:40: Unser Nervensystem erinnert sich möglicherweise immer noch an Klarheit An Ruhe, an Orientierung Und gleichzeitig leben wir heute in einer Welt, die oft genau das Gegenteil davon ist.
00:02:53: Ja und vielleicht entsteht genau dort dieses seltsame Gefühl dass so viele Menschen gerade haben Dieses Gefühl gleichzeitig müde und angespannt zu sein.
00:03:05: Wenn ich darüber nachdenke dann habe ich sofort ein Bild im Kopf.
00:03:09: Stell dir vor du schieß mitten in einem dichten Dschungel Überall um dich herum sind Bäume Lianern, Gestrüpp, Geräusche Bewegungen Schatten.
00:03:22: Du hörst ständig irgendetwas aber du kannst es nicht richtig einordnen.
00:03:27: Du versuchst die ganze Zeit zu erkennen wo eigentlich der Weg ist Aber dein Blick findet keinen klaren Punkt mehr an dem er sich orientieren kann.
00:03:37: und genauso fühlt sich unser Kopf manchmal an Obwohl wir dabei einfach nur vielleicht in unserer Wohnung sitzen, obwohl um uns herum vielleicht äußerlich alles ruhig aussieht.
00:03:48: Kein Sturm keine Gefahr kein Chaos im klassischen Sinn aber innerlich passiert etwas ganz anderes.
00:03:57: unser Gehirn verarbeitet Nachrichten Geräusche Gedanken Termine Erwartungen Bilder Gespräche soziale Medien, Probleme anderer Menschen unsere eigenen Sorgen und diese ununterbrochener Flut kleiner Informationen die permanent an unserer Aufmerksamkeit klopfen.
00:04:22: Ja und irgendwann ist das System einfach müde und nicht weil wir schwach sind sondern weil unser Kopf die ganze Zeit versucht Ordnung in etwas zu bringen dass kaum noch übersichtlich ist.
00:04:37: Früher war Stress oft unmittelbarer.
00:04:40: Da gab es eine konkrete Situation und der Körper wusste sofort, wie er reagieren musste – Gefahr oder Sicherheit?
00:04:48: Nähe oder Abstand?
00:04:50: Aufmerksamkeit oder Ruhe?
00:04:53: Doch heute bleibt unser Nervensystem häufig in einer dauerhaften Wachsamkeit hängen!
00:05:01: Eine Nachricht hier ein Gedanke dort Ein Termin, ein Konflikt, ein Geräusch.
00:05:07: und auch wenn jede einzelne Sache vielleicht klein wirkt, summiert sich all das irgendwann zu einem permanenten inneren Hintergrundrauschen.
00:05:18: Und ich glaube genau dieses Rauschen erschöpft viele Menschen – nicht laut, nicht dramatisch, sondern permanent kann still!
00:05:29: Und vielleicht merken wir genau deshalb oft gar nicht mehr wie überladen wir eigentlich sind?
00:05:38: Dazu kommt etwas, das wir oft unterschätzen.
00:05:41: Nämlich echte Verbindung!
00:05:44: Wir leben in einer Zeit, in der wer permanent erreichbar sind.
00:05:48: Wir schreiben Nachrichten, reagieren auf Dinge, sehen Menschen online, lesen Kommentare und haben ständig Kontakt zu irgendjemandem.
00:05:57: aber gleichzeitig fehlt vielen Menschen genau dieses Gefühl von wirklich echter Nähe Dieses unmittelbare Erleben eines Menschen, eine Stimme ein Blick, eine Präsenz.
00:06:11: Ja dieses Gefühl wirklich gesehen zu werden ohne gleichzeitig tausend andere Reize im Hintergrund zu haben und vielleicht merkt unser Nervensystem auch das?
00:06:23: Vielleicht sehen sich etwas in uns nach mehr Klarheit, mehr Ruhe und mehr echter Verbindung selbst wenn wir äußerlich funktionieren.
00:06:33: Ich glaube übrigens nicht, dass man die moderne Welt verteufeln muss.
00:06:37: Darum geht es überhaupt nicht!
00:06:40: Aber vielleicht hilft es schon zu verstehen das wir nicht falsch sind nur weil wir manchmal erschöpft sind?
00:06:48: Vielleicht reagiert unser System einfach ehrlich auf eine Welt die unglaublich schnell laut und dicht geworden ist Und vielleicht dürfen wir uns deshalb wieder bewusster kleine Räume schaffen Räume mit weniger Reizen, mehr Ruhe, echte Gespräche.
00:07:08: Mehr Momente in denen unser Kopf einmal nicht gleichzeitig in zwanzig Richtungen gezogen wird.
00:07:16: vielleicht sollten wir öfter ein bisschen bewusster sein.
00:07:23: Ich weiß nicht ob diese Savannehypothese stimmt.
00:07:26: Für mich hört sie sich gerade stimmig an und ich hoffe dieser Gedanke hat dich heute begleitet Und vielleicht ist für dich auch in dieser Savannenhypothese ein Stück Verständnis.
00:07:41: Wenn ihr diese Folge gefallen hat, dann teilt sie doch bitte gerne weiter, schreibt mir eure Gedanken oder lasst mir einen Kommentar da!
00:07:48: Ich freue mich wirklich und wie immer gilt bis bald und bleib heilig auf Deiner Art.